Flockungsfiltration

Die Flockungsfiltration kann nur als zweite Stufe, z. B. nach Vor- oder Simultanfällung oder biologischer Phosphat-Elimination, eingesetzt werden. Nach vorliegenden Erfahrungen können Überwachungswerte von 0,5 mg/l P eingehalten werden. Bei einem hier notwendigen ß-Wert von ~ 2 sollte die Phosphorkonzentration im Zulauf nicht höher als etwa 1 mg/l sein, um noch tolerierbare Filterstandzeiten zu erreichen.

Bei der Flockungsfiltration findet die Flockung in einem Sandfilter statt. Der einstellbare Energieeintrag bei der Intensivmischung, vor allem aber Chemikalienart und -menge, müssen auf den Filter sehr sorgfältig abgestimmt sein. Erfahrungsgemäß sollten nicht mehr als 4 mg/l Fe oder 2,5 mg/l Al und etwa 0,2 mg/l Polymer als Flockungshilfsmittel zugegeben werden.

Die bei der Durchströmung des Filterbettes auftretenden Mischvorgänge fördern die Flockenbildung. Größe, Form und Struktur des Filterkorns sowie Filteraufbau, Beladung und die Filtrationsgeschwindigkeit bestimmen den Druckverlust und den für die Flockung notwendigen Energieeintrag. Die Wirtschaftlichkeit, der erforderliche Energieeintrag im Filter zur optimalen Makroflockenbildung und eine praktikable Filterstandzeit beschränken die mögliche Filtrationsgeschwindigkeit. Für abwärts durchströmte, offene Filter erlaubt dies eine Bemessung für den Trockenwetteranfall von höchstens 7,5 m/h, wobei die Anlage im Regenfall mit der doppelten Zulaufmenge beschickt werden kann. Innerhalb dieses Bereichs ist die mit der Flockungsfiltration erzielbare Reinigungsleistung von der Filtrationsgeschwindigkeit nahezu unabhängig.