Klärschlammvererdungsbeete

Klärschlammvererdungsbeete sind Schlammtrocknungsplätze für die Entwässerung und "Veredelung" von anaerob oder aerob stabilisierten Schlämmen. Es handelt sich dabei um einfache, eventuell mit einer Folie abgedichtete Erdbecken, an deren Sohle eine mit Humus abgedeckte Kies-Drainageschicht angeordnet ist. In den Humus werden - vergleichbar mit Pflanzenbeeten - Schilf und andere Wasserpflanzen gepflanzt und das Becken dann laufend mit Flüssigschlamm beschickt. Das über die Drainage abfließende Wasser wird in den Zulauf zur Kläranlage eingeleitet. Die Pflanzen unterstützen die Verdunstung des Schlammwassers und tragen dazu bei, dass aus dem Schlamm im Verlaufe von Jahren ein erdiges, mit Kompost vergleichbares Produkt mit einem Wassergehalt von ca. 60% entsteht. Die ursprüngliche Schlammenge wird dabei wesentlich reduziert.

Für die Bemessung von Vererdungsbeeten gibt es keine Normung. 

Es wurden bereits Vererdungsbeete für mehrere 100 EW gebaut. Vererdungsbeete sind keine Bauteile zur Abwasserreinigung. Der Bereich Reinigungsleistung ist für Klärschlammvererdungsbecken somit nicht relevant. Das in einer Menge von 15 bis 20 L/(EW.a) übrig bleibende Material hat eine humusartige Beschaffenheit.