Kohlenwasserstoffe

Abk. HC, KW, Cx Hy, org. Verbindungen, bestehend aus Kohlenstoff und Wasserstoff; sind die Stammkörper aller organischen Verbindungen; die niederen Glieder sind geruchlose brennbare Gase, die mittleren meist benzin- und petroleumartige Flüssigkeiten, die höheren feste Stoffe; man unterscheidet aliphatische, alicyclische und aromatische Verbindungen. Kohlenwasserstoffe haben u. a. als Kraftstoffe oder Brennstoffe große Bedeutung (Erdgas, Propan, Benzin, Heizöl usw.). Kohlenwasserstoffe werden als Rohstoff in der chem. Industrie verwendet.

Die Bezeichnung Gesamtkohlenwasserstoffe (KW) ist ein Sammelbegriff für aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe. Sie sind enthalten in Erdölprodukten wie Schmieröl, Schmierfett, Dieselöl, Heizöl, Benzin, Lösungsmittel usw. Diese Produkte gelten als nicht oder nur sehr schwer abbaubar. Der Betrieb einer kommunalen Kläranlage kann durch die KWs gestört werden. Sie werden zwar hier teilweise abgebaut, aber ein großer Teil gelangt in die öffentlichen Gewässer. Der Abbau der KWs im Gewässer erfolgt äußerst langsam, was zu einer Anreicherung dieser Stoffe in der Natur führt.

Durch die KWs wird die Trinkwasserhygiene ernsthaft gefährdet, da bekanntlich kleinste Mengen davon riesige Wassermengen ungenießbar machen. Ölschichten auf dem Wasser verhindern überdies die Sauerstoffzufuhr und können zu Problemen für das Leben im Wasser führen.

Aus all diesen Gründen sind KWs im Abwasser unerwünscht.