Wasser-Wissen


Komposttoiletten

Die Komposttoilette basiert auf der Idee der Weiterverwendung der Fäkalien, um den natürlichen Kreislauf zu schließen statt das Abwasser damit zu belasten. Die meisten Modelle trennen Urin und Kot (flüssig und fest), um eine Geruchsbildung durch Fäulnis zu vermeiden.

Der Kot fällt in einen Behälter, in dem er nach der Zugabe von Streumaterial (zur besseren Durchlüftung - aerobe Reaktion - Verbrennung) getrocknet und vorkompostiert wird. Nach der Leerung (ca. alle 8 Wochen je nach Benutzung) wird der Inhalt des Behälters dem normalen Kompost beigegeben zur Nachkompostierung.

Der Urin wird aus dem vorderen Teil der Schüssel abgeleitet und kann u. U. direkt als Dünger verwendet werden.

Mit diesem System wird täglich pro Person bis zu ca. 60l Trinkwasser gespart (bis zu einem Drittel des täglichen Verbrauchs), das Abwasser wird nicht belastet und man erhält u.U. gratis hochwertigen Dünger bzw. Kompost. Dadurch findet die Komposttoilette (oder Trockentrenntoilette - TC) nicht nur in Gartenhäusern ohne Kanalisationsanschluss Verwendung, sondern kann durchaus auch in der Wohnung eingebaut werden. Moderne Geräte sind sowohl in hygienischen Belangen, wie auch in Größe oder Geruchausströmung mit normalen WC vergleichbar.