Wasser-Wissen


Monochlorbenzol

Stoffsystem

 (C6H5Cl), Molmasse : 112.6

Synonymbezeichnungen zum Produkt : Chlorbenzol Conul MCB Monochlorbenzol

Herstellung und Anwendung

Riechstoffe, Aromen, Vitamine, Kosmetika, Antioxidantien, chemische Synthesen, Farbstoffe, Pigmente und optische Aufheller, Pflanzenschutzmittel, Fungizide, Herbizide, Insektizide / Akaricide, Kunststoffe, Hochtemperaturbeständige Polymere, Polymer-Additive, Lösungsmittel, Nitroverbindungen, pharmazeutische Wirkstoffe

Umwelteinfluss und Gesundheit

Geophysikalische Bohrlochmessungen zum Nachweis von Chlorbenzol kontaminierten Bereichen am Modellstandort Bitterfeld

Im Rahmen des SAFIRA-Projektes wurde eine 203 m lange Horizontalbohrung mit nuklearen Sonden vermessen. Die lithologische Ansprache der durchteuften Sedimentformationen mittels der natürlichen Gamma-Strahlung ergab einen sandig-schluffigen Komplex bis ca. 15 m Teufe. Der sandig-kiesige Grundwasserleiter wurde zwischen 15 ... 20 m im Hangenden der Braunkohle angetroffen. Grundwasseranalysen erbrachten Schadstoffkonzentrationen des Hauptkontaminanten Monochlorbenzol (C6H5Cl) bis maximal 30 mg/l im quartären Grundwasserleiter.

Durch theoretische Abschätzungen konnte gezeigt werden, dass unter der Voraussetzung von vollständiger Wassersättigung und tonfreier Matrix Monochlorbenzolgehalte von > 7 mg/l im Porenfluid zu einer signifikanten Verringerung der Neutronenporosität führen. Die Logs zeigen diesen Effekt im Auseinanderdriften der Neutronen- und Dichteporositätswerte in kontaminierten Zonen des sandig-kiesigen Grundwasserhorizonts. Quantitative Berechnungen nach empirischen Beziehungen zur Ermittlung der Fluidverteilung im Porenraum aus der Erdöl-Ergaserkundung liefern eine gute Übereinstimmung mit den chemischen Analysen der Grundwasserproben.

 

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

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