Neodym, Nd

(neodymium) griech. neós und didymos ("neuer Zwilling")

Stoffsystem

Silbrigweiß glänzende Metall ist eines, welches zu den Lanthanoiden und Metallen der seltenen Erden gehört. Mit Wasser reagiert es unter Bildung von Wasserstoff zum Neodymhydroxid Nd(OH)3. Mit Wasserstoff setzt es sich zum Hydrid NdH2 um.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  silbrig glänzend Schmelzpunkt  1024 °C
Geruch geruchlos Siedepunkt   3027 °C
Molmasse  144,24 g/mol Dichte  ( 20 °C)  7,00 g/cm3
Zustand bei 20 °C fest Löslichkeit in Wasser ( °C) reagiert mit Wasser

Für weitere Stoffdaten siehe auch Übersicht der Elemente.

Herstellung und Anwendung

Neodym kommt natürlich nur in chemischen Verbindungen vor und wird in aufwendigen Verfahren von den Begleitstoffen getrennt.

Neodym-Eisen-Borverbindungen dienen zur Herstellung stärkster Magnete für Kernspin-Tomografen, Mikromotore und Festplatten (Positionierung der Schreib-/Leseköpfe), Permanentmagnet-Rotoren (z. B. Schritt- und Servomotoren) und hochwertige Lautsprecher. Neodymsalze werden zum Färben von Email, Porzelan und Glas eingesetzt.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Dämpfe und Gase des Neodym können eine Gefahr darstellen, wenn sie eingeatmet werden. Das kann bei einer langzeitlichen Belastung Lungenembolie verursachen. Wenn Neodym im menschlichen Körper akkumuliert wird, kann es auch die Leber beeinträchtigen.

Neodym akkumuliert laufend im Boden und am Grund von Gewässern. Bei Wasserlebewesen verursacht Neodym Schäden an den Zellmembranen, was negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung und die Funktion des Nervensystems hat.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Über eine selektive Behandlung von Neodym im Abwasser liegen keine Erkenntnisse vor. Im Bereich Trinkwasser kommen im privaten Bereich teilweise Neodym-Magneten zur magnetischen Wasserenthärtung zum Einsatz, der wissenschaftliche Absicherung allerdings umstritten ist.

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