Ökobilanz

(ecobalance) Bilanzierung von umweltrelevanten Auswirkungen einer Produktion. I.d.R. wird unterschieden zwischen einer Produkt- oder eine Betriebsökobilanz. 

Die Produkt-Ökobilanz untersucht, welche Auswirkungen die Zulieferung, Herstellung, Verbreitung und das Produkt selbst auf die Umwelt haben können. Werden hierbei auch soziale Aspekte berücksichtigt, handelt es sich um eine sogenannte Produktlinienanalyse. 

Die Betriebs-Ökobilanz hingegen stellt nicht die Umweltrelevanz eines einzelnen Produkts, sondern eines Produktionsstandortes in den Mittelpunkt der Betrachtung. 

Die meisten in der Vergangenheit durchgeführten Ökobilanzen bedienen sich hierzu der Input-/Output-Analyse. Das heißt es wird untersucht, welche Rohstoff- und Energieströme dem Betrieb zugeführt werden und welche Abfall- und Abwassermengen, Luftemissionen, Energieverbrauch u.ä. durch den Produktionsprozess bedingt wurden. Über mehrere Jahre betrachtet, hat ein Unternehmen somit die Möglichkeit, Vergleiche anzustellen und Umweltbelastungen gezielt zurückzunehmen. Häufig ist damit auch eine Kostenentlastung verbunden. 

Das Umweltbundesamt hat in Form eines Leitfadens für die Durchführung von Ökobilanzen vorgeschlagen, stets drei Teilschritte einer Ökobilanz zu berücksichtigen: 

  • die Sachbilanz,
  • die Wirkungsbilanz sowie
  • die abschließende Bewertung. 

Über die reine Input-/Output-Betrachtung (Sachbilanz) hinausgehend, ist dabei die Wirkung beispielsweise der Emissionen zu untersuchen und beides in Form einer Bewertung hinsichtlich nötiger Konsequenzen zu gewichten.

Eine weitergehende Methode zur innerbetriebliche Ermittlung von Optimierungspotenzialen in Produktionsprozessen und Produktionslinien wurde am Institut für Umweltverfahrenstechnik entwickelt.

Links zum Thema

ww