Säurekapazität

(acid capacity) Der Messwert der Säurekapazität ist ein Maß für Pufferkapazität des Wassers gegenüber Säuren und damit verantwortlich für die pH-Wert-Stabilität. Die Säurekapazität des Wassers gibt an, wieviel Säure - in der Praxis 0,1 mol/l Salzsäure - durch eine definierte Wassermenge bis zum Einstellen von pH-Wert 4,3 verbraucht wird.

Maßgeblich wird die Säurekapazität durch die im Wasser gelösten Hydrogenkarbonate von Calcium, Magnesium und Natrium bestimmt. Bei einem pH-Wert bis 8,0 - dies ist bei Schwimm- und Badewasser der Fall - bildet die Säurekapazität (KS 4,3) des Wassers den Basiswert zur Berechnung der Karbonathärte. 

Die Karbonathärte wird durch Umrechnung der Hydrogenkarbonate in die entsprechende Menge Calciumoxid (CaO); 1°dH = 10 mg/l CaO ausgedrückt.

Säurekapazität x 2,8 = Karbonathärte (°dH)

Die Bestimmung der Säurekapazität nach DIN 38409-7 erfolgt durch Zugabe von Salzsäure, bis der pH-Wert der Wasserprobe auf 4,3 (KS 4,3) eingestellt wird. Aus dem Säureverbrauch ermittelt sich die Säurekapazität nach DIN 38409 -H7-1-2.