Wasser-Wissen

 

Sandfang

(grit chamber) Teil der mechanischen Abwasserreinigung zur Entfernung des Sandes aus dem Abwasser zumeist im Anschluss an das Rechenwerk. Die Fließgeschwindigkeit des Abwassers darf max. 0,3 m/s (= 1,1 km/h) betragen, damit Sandkörner und anderes Material (d > 0.2 mm) sedimentieren. Die Sedimentation wird durch Verringerung der Fließgeschwindigkeit erreicht. Leichtere Stoffe werden durch die Strömung weitertransportiert. Sandfänge. werden zur Vermeidung von Versteifungen und unerwünschten Sandablagerungen vor Pumpwerken und in Klärbecken angeordnet.

Im Sandfang wird die Fließgeschwindigkeit des Abwassers reduziert, wodurch schwere Stoffe wie mitgeführte Sandpartikel und Kies absinken. Das Sandfanggut wird regelmäßig geräumt und entsorgt. Beim belüfteten Sandfang wird Druckluft zum Auftreiben von Fett- und Schwimmstoffen eingesetzt, die dann mittels eines Fettfanges entfernt werden. 

Bei Rotationssandfängen wird neben der Erdanziehung auch die Zentrifugalkraft zur Abtrennung von Feststoffteilchen genutzt.


Quelle: Entwässerungsbetreibe Mainz

Quelle: Folienserie des Fonds der Chemischen Industrie - Umweltbereich Wasser