Ytterbium, Yb

(ytterbium) nach der schwedischen Ortschaft "Ytterby"

Stoffsystem

Ytterbium ist ein silbergraues weiches Schwermetall mit sehr guter Dehnbarkeit und mit geringer industrieller Relevanz.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  silbergrau Schmelzpunkt 819 °C
Geruch Siedepunkt 1196 °C
Molmasse 173,04 g/mol Dichte  (25 °C) 6,98 g/cm³
Zustand bei 20 °C fest Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar)

Für weitere Stoffdaten siehe auch Übersicht der Elemente.

Herstellung und Anwendung

Ytterbium wird aus Monazitsanden und den Mineralien Euxenit und Xenotim gewonnen. Weltweit werden ca. 100 Tonnen jährlich gewonnen. 

Es hat kaum eine bedeutende Verwendung in der Industrie und wird im Wesentlichen nur im experimentellen Bereich eingesetzt. Teilweise kommt es auch für Legierungen rostfreier Stähle zum Einsatz. In geringsten Mengen wird es in Farbfernsehern, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen,  und im Glas eingesetzt. Zukünftig werden der Einsatz im Bereich der Katalysatoren und in der Politur erforscht. Es dient auch als Strahlungsquelle in der Medizin. 

Umwelteinfluss und Gesundheit

Ytterbium oxidiert langsam in der Luft und reagiert mit Wasser.

Ytterbium wird über viele verschiedene Prozesse in die Umwelt ausgestoßen, im wesentlichen jedoch von der Kraftstoffindustrie. Ytterbium akkumuliert sich im Boden und am Grund von Gewässern. Bei Wasserlebewesen verursacht Ytterbium Schäden an den Zellmembranen.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Eine besondere Berücksichtigung des Ytterbium im Bereich der Abwasserreinigung oder Trinkwasseraufbereitung ist bisher nicht bekannt.