Atomkraftwerk (AKW), Kernkraftwerk (KKW)

(nuclear power plant) Energieerzeugungsanlage, bei der die Energieerzeugung durch Kernspaltung erfolgt. Die durch die Kernspaltung in den Brennstäben des Reaktors erzeugte hohe Wärme dient der Erzeugung von heißem Dampf, der unter hohem Druck auf Turbinenschaufeln geleitet wird, die Generatoren zur Stromerzeugung antreiben. In deutschen KKW werden ausschließlich Leichtwasserreaktoren betrieben. 

Mit radioaktiven Stoffen verunreinigtes Wasser (z.B. Wäschereiabwasser oder Laborabwasser) wird im Kernkraftwerk gesammelt, gereinigt und innerhalb der Anlage möglichst wieder verwendet. Die bei der Reinigung der Kraftwerkswässer anfallenden Rückstände (wie z.B. Verdampferkonzentrate oder Ionenaustauscherharze) werden verfestigt und in eine endlagerfähige Form gebracht.

Abluft und Abwasser eines Atomkraftwerks müssen ständig auf Radioaktivität überwacht werden. Der größte Wert der effektiven Dosis aus den Ableitungen radioaktiver Stoffe mit dem Abwasser aus Atomkraftwerken beträgt gemäß Angaben der Atomindustrie 0,0006 mSv, wobei Störfälle nicht berücksichtigt werden.

Die umgangssprachliche Bezeichnung Atomkraftwerk für Kernkraftwerk ist physikalisch nicht korrekt ist, denn nicht das Atom, sondern der Atomkern wird gespalten.

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