Biokonzentrationsfaktor, BCF

(bio concentration factor) Experimentell ermittelter Quotient der Konzentration einer Testchemikalie im Testorganismus zur Konzentration im umgebenden Wasser. Für Wasseruntersuchungen ist der Biokonzentrationsfaktor (BCF) definiert als Verhältnis zwischen der Konzentration der Prüfsubstanz im Versuchsfisch (cf) und der Konzentration in Versuchswasser (cw) in stabilem Zustand:

BCF = cf/cw.

Es ist in Verbindung mit andren Größen, wie z.B. der Abbaubarkeit ein Maß für die zu erwartende Bioakkumulation eines Stoffes in Organismen.

Das Versuchsprinzip besteht darin, dass die Fische einer Lösung oder Dispersion mit bekannter Konzentration der Prüfsubstanz in Wasser ausgesetzt werden. Die Fische werden während eines gegebenen Zeitraums der Prüfsubstanz ausgesetzt; anschließend folgt ein Zeitraum ohne weitere Exposition. Während des zweiten Zeitraums werden Messungen der Zuwachsrate der Prüfsubstanz in Wasser, d.h. der Ausscheidungsrate oder der Reinigungsrate, durchgeführt.

Obwohl die Verfahren zur Bestimmung der BCF-Werte weitgehend standardisiert sind, beeinflussen eine Reihe von Faktoren die Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit der Messergebnisse wie z. B.:

  • die Konzentration der Verbindung (die im Testsystem immer geringer als deren Wasserlöslichkeit sein sollte),
  • die Temperatur,
  • der pH-Wert des wässrigen Mediums,
  • die Bioverfügbarkeit der Verbindung.

(Die verschiedenen Prüfverfahren und die Berechnungsmethode des BCF sind in den OECD-Richtlinien für die Prüfung von Chemikalien - OECD Guidelines for Testing of Chemicals -, Methoden 305A bis 305E, 12. Mai 1981 , detailliert dargestellt).

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