Bioverfügbarkeit

(bioavailability) Im Bereich der Abwasserbehandlung wird mit dem Begriff eine Eigenschaft eines Stoffes in der Umwelt beschrieben: Gilt ein Stoffsystem bzw. Stoff durch Mikroorganismen biochemisch abbaubar, so müssen die Mikroorganismen offenbar in der Lage sein, diesen Stoff in ihren Stoffkreislauf zu integrieren. Besitzt ein Stoff diese Eigenschaft, so gilt er als bioverfügbar.

Die Bioverfügbarkeit kann aber u.U. auch zur Schädigung der Mikroorganismen führen, wenn es sich um ein Gift handelt. In der Regel ist eine Voraussetzung für die Bioverfügbarkeit die Löslichkeit in Wasser, da Mikroorganismen i.d.R. nur gelöste Stoffe abbauen können. Allerdings gelten u.U. auch ungelöste Stoffe unter einer Partikelgröße von 300 nm als bioverfügbar.

Der Begriff wird auch in anderen Disziplinen in ähnlicher Bedeutung verwendet. So bedeutet er in der Medizin das Maß für die Schnelligkeit der Wirkungsentfaltung und die Wirkstoffmenge am Wirkungsort des Medikamentes.