Desulfurikanten

Desulfurikanten bilden aus Sulfat (SO42-) meist HS-. Es handelt sich bei diesen Bakterien um obligate Anaerobier der Gattungen Desulfovibrio und Desulfotomaculum, die ihr Substrat reduzieren.

Eigenschaften der Desulfurikanten

Desulfurikanten sind gegenüber sehr unterschiedlichen Umwelteinflüssen resistent. Bei Sauerstoffmangel und steigenden Temperaturen sind sie sehr effektiv. Gerade in den Sommermonaten und in den wärmeren Klimazonen der Welt, wenn Sauerstoff schnell verbraucht ist und durch die höheren Temperaturen auch schlecht wasserlöslich ist, sind Sie verantwortlich für die Produktion des giftigen und aggressiven Schwefelwasserstoffs:

  • ubiquitäres Vorkommen
  • salztolerant
  • Existenzbereich: pH 5 - 9,5; 5°C - 75°C
  • werden bei geringem O2-Gehalt nicht getötet, sondern nur inaktiviert
  • Stoffwechselprodukt H2S wird bis 2.000 mg/L ertragen.

Voraussetzung für die Sulfidentwicklung in Abwasserbehandlungsanlagen und -leitungen ist das Vorhandensein organischer und anorganischer Schwefelverbindungen im Schmutzwasser Außerdem müssen anaerobe Bedingungen damit der bakterielle Abbau Zersetzung.

Unter anoxischen Bedingungen in Gegenwart von Sulfat kann es zu Korrosion durch sulfatreduzierende Bakterien kommen:

4 Fe + 5 H2O + SO42- → 4 Fe2+ + HS + 9 OH

Durch sulfatreduzierende Bakterien verursachte Stahlkorrosion ist unter anderem in der Erdölgewinnung von Bedeutung.

hw