Elektrophorese

(electrophoresis) Die Wanderung elektrisch geladener Teilchen in einem flüssigen Medien im – möglichst homogenen – elektrischen Feld wird Elektrophorese genannt.
Die Wanderungsgeschwindigkeit ist dabei proportional der Feldstärke und der Ionenladung, sowie umgekehrt proportional dem Teilchenradius und der Viskosität der Suspension:

Die Elektrophorese wird als Verfahren zur Fraktionierung geladener Moleküle bzw. Molekülgruppen in einem elektrischen Feld genutzt. 

Die Elektrophorese wird als leistungsfähiges und schonendes Verfahren z.B. zur Trennung von Proteinen oder Aminosäuren aber auch von ganzen Zellen eingesetzt. Dabei wird die unterschiedliche Ablenkung geladener Partikel im elektrischen Feld ausgenutzt, um einen Trenneffekt zu erzielen. Das Maß der Ablenkung wird in erster Linie von der Stärke des Feldes zwischen zwei Elektroden und der elektrischen Mobilität der zu trennenden Teilchen beeinflusst. Die Stärke der Mobilität ist dabei von unterschiedlichen Größen abhängig, wie z.B. die Ladung und Größe der Partikel, die abgetrennt werden sollen, als auch der pH-Wert, die Viskosität und Ionenstärke der Pufferlösung.

Im Abwasserbereich wurde in kleineren Maßstäben die Elektrophorese für die Emulsionsspaltung und für die Trennung von Schwermetallen aus Klärschlamm eingesetzt.