Fluor, F

(fluorine) lat. fluere ("fließen")

Stoffsystem

Fluor ist ein nicht-metallisches gasförmiges Element aus der Gruppe der Halogene.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  schwach gelb grünlich Schmelzpunkt -219,6 °C
Geruch stechend Siedepunkt -188,1 °C
Molmasse 38,00 g/mol Dichte  ( 15 °C, 1 bar) 1,59 kg/m³
Zustand bei 20 °C gasförmig Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar) reagiert mit Wasser

Für weitere Stoffdaten siehe auch Übersicht der Elemente.

Herstellung und Anwendung

Fluor wird i.d.R. aus Flussspat elektrochemisch hergestellt.

Fluor ist das stärkste Oxidationsmittel und reagiert mit vielen insbesondere brennbaren Stoffen äußerst heftig, zum Teil unter Flammenerscheinung. Aufgrund der extrem Reaktionsfreudigkeit gibt es viele Anwendungen für seine Verbindungen (siehe z.B. FCKW). Mit Wasser setzt es sich explosionsartig zu Fluorwasserstoff und Sauerstoff um. Fluorid-Verbindungen werden der Zahnpasta beigemischt.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Als Fluoridsalz schützt es in kleinen Mengen vor Zahnfäule (Karies). In einigen Ländern wird es daher in geringen Mengen dem Trinkwasser zugesetzt und gelangt somit auch ins Abwasser. Bei der Fluoridierung von Trinkwasser oder von Speisesalz werden den Lebensmitteln Fluorverbindungen wie Calciumfluorid zugesetzt. Nach Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen Gehalte von bis zu 1 ppm einen wirksamen Schutz vor Karies darstellen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Einnahme von 0,25 mg bei Säuglingen und bis zu 4 mg Fluorid bei erwachsenen Männern täglich (erwachsene Frauen ca. 3 mg). 

LC50 = 185 vpm. Die Giftwirkung des Fluors ist in der Praxis von der Wirkung des Fluorids begleitet, da in Luft wie auch im Körper elementares Fluor sofort unter Bildung von Fluorwasserstoff reduziert wird. 

Wassergefährdungsklasse 1: Eine Trinkwassergefährdung ist bei Eindringen größerer Mengen in Untergrund und Gewässer möglich.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Siehe auch: