Hormone

(hormones) Wirkstoffe, die vom Organismus selbst produziert werden um den Stoffwechsel und die Reproduktion charakteristisch zu steuern bzw. zu beeinflussen. Hormone erreiche ihre Zielorgane über den Blut- oder Lymphweg. Die Arzneimittelindustrie versucht u.a. mit synthetischen Hormonen Heilwirkungen zu erzielen oder z.B. Verhütung zu bewirken. Bei der Tierzucht für die Fleischproduktion werden u.a. Hormone zur Ertragssteigerung eingesetzt.

Zunehmend gelangen Hormone in die Umwelt, beispielsweise aus unsachgerecht entsorgten Medikamente oder über die Ausscheidungen von Menschen und Tieren. Hinzu kommen Substanzen, die im Organismus so ähnlich wirken wie Hormone oder deren normale Bildung verhindern, beispielsweise Industrie- und Agrochemikalien.

Solche hormonell wirksamen Stoffe werden zunehmend auch in Gewässern nachgewiesen. Zwei Hormonsysteme der Tierwelt sind davon besonders allem betroffen: die Fortpflanzung und das Schilddrüsensystem. Die Fortpflanzung wird überwiegend durch Stoffe, die wie die männlichen bzw. weiblichen Geschlechtshormone wirken oder deren Wirkungen verhindern, negativ beeinflusst. Dadurch kommt es zu Vermännlichungs- oder auch Verweiblichungsphänomenen, was bei manchen Tiergruppen wie Fischen und Amphibien sogar zu einer dramatischen Verschiebung des Geschlechterverhältnisses führen kann. Stoffe, welche die Schilddrüse beeinflussen, hemmen fast alle die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Die Folge ist z.B. an Froschlarven in Form eines Kropfes sichtbar.

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