EnviroChemie

Membranverfahren

(membran processes) Verfahren zur Entfernung von feinsten Partikeln bis hin zu gelösten Stoffen aus Wasser oder Abwasser mittels eines auf einer Stützschicht aufgebrachten sehr feinen Filters. Membranverfahren erlauben eine Feinreinigung des Abwassers ohne Anwendung von Chemikalien. 

Einsatzgebiete für Membranverfahren sind z.B. 

Membranverfahren werden u.a. in der Nahrungsmittelindustrie (Milchverarbeitung), der Medizin (Dialyse), der Pharmaindustrie, der Trinkwasseraufbereitung und der Abwasserreinigung eingesetzt.

Zu den Membranverfahren gehören die 

Die treibende Kraft für die Stoffströme durch die Membran sind Gradienten (z.B. Druck oder Konzentration) zwischen den beiden Membranseiten. Ein wichtiges Kriterium der Auslegung bei der Membranfiltration die Menge (z.B. als Volumen) eines Mediums oder Stoffes, die pro Zeiteinheit durch eine Fläche transportiert wird. 

Membranen haben die Eigenschaft, bestimmte Stoffe selektiv zurückzuhalten und andere hindurch ("permeieren") zu lassen. Als Trennkriterien müssen neben der Größe der Stoffe auch ihre Polarität oder andere chemische Eigenschaften berücksichtigt werden. Der Unterschied zur klassischen Filtration ist, dass die Trennwirkung bis hinunter in den molekularen Bereich geht, also auch höhermolekulare von niedrigmolekularen Stoffe getrennt werden können. 

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