Prozessstabilität, Reaktordynamik

(process stability) Das zeitliche Verhalten bei einem Prozess bzw. in einem Reaktor beim Anfahren oder dem Wechsel von Betriebsbedingungen bzw. Störungen wird als Reaktordynamik bzw. Reaktionsdynamik bezeichnet. Dabei wird idealerweise angestrebt, alle Übergangsfunktionen in kontrollierter Weise zu gestalten, was als Prozessstabilität bezeichnet wird. Geraten Prozessparameter außer Kontrolle, so liegt eine Instabilität vor.

Bei der Abwasserreinigung wird mit Prozessstabilität i.d.R. die Einhaltung oder Unterschreitung bestimmter Grenzwerte über einen längeren Beobachtungszeitraum beschrieben. Eine geringe Streubreite der Ablaufwerte (selbst bei dynamischer Belastung der Anlage), bezogen zum Beispiel auf das arithmetische Mittel, bedeutet eine hohe Prozessstabilität eines Abwasserreinigungsverfahrens.

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