Wasser-Wissen

 

Schadstoffe

(pollutants) alle Stoffe, die in ein Ökosystem eingebracht werden und das Ökosystem selbst bzw. seine Ausnutzung in messbarem Umfang für Lebewesen schädigen. Fast jeder Stoff wird zum Schadstoff bzw. Gifte ab einer bestimmten Konzentration. 

Zu den Schadstoffen zählen u. a. Schwermetalle, Gase und Kohlenwasserstoffe. Verursacht werden Schadstoffe durch Fabriken, Kraftwerke, Kraftfahrzeuge und Haushaltsheizungen. Sie können von Mensch und Tier mit der Atmung, über die Haut oder über die Nahrung (Nahrungskette), von den Pflanzen über Nadeln, Blätter oder Wurzeln aufgenommen werden. Saurer Regen begünstigt diesen Vorgang.Im Bereich Wasser werden üblicherweise als Schadstoffe Wasserinhaltsstoffe bezeichnet, deren Anwesenheit im Wasser bereits in geringen Konzentrationen gesundheitlich bedenklich ist und eine ökotoxikologische Wirkungen nachweisbar ist.

Prinzipiell wird oft eine Einteilung folgende Gruppen angegeben:

  • organische Spurenstoffe (Kohlenstoffverbindungen)
  • anorganische Spurenstoffe

Die Wirkungen von Schadstoffen können toxischer Art sein (chronisch oder akut), sie können außerdem cancerogen, mutagen und teratogen sein. Einige Verbindungen sind schwer abbaubar und können sich im Verlauf der Nahrungskette oder in Sedimenten anreichern. In den Komplex der Schadstoffe gehören auch solche vom Menschen produzierten, naturfremden Verbindungen sowie deren Abbauprodukte, deren Wirkung noch nicht hinreichend bekannt ist. Für alle wichtigen Schadstoffe, die ins Trinkwasser gelangen können, existieren verbindliche Grenzwerte.

Als konservative Schadstoffe (conservative pollutants) werden biologisch nicht abbaubare Schadstoffe genannt.

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