Wasser-Wissen


 

Schlammfaulung

(anaerobic sludge digestion) Umwandlung von organischen Bestandteilen des Klärschlamms in Methangas (CH4), Kohlendioxid (CO2) und in einige andere Gase mit Hilfe anaerober Bakterien. 

Die Schlammfaulung ist eine anaeroben Schlammstabilisierung. Der Schlamm wird ohne Anwesenheit von Sauerstoff unter Mitwirkung verschiedener Bakteriengruppen so weit "ausgefault", dass sich bei einer Ausbringung auf landwirtschaftliche Flächen durch den Zutritt von Luft bald aerobe Zustände einstellen und ein allenfalls noch vorhandener Geruch innerhalb von einigen Tagen weitgehend verschwindet. Die Schlammfaulung benötigt bei normaler Temperatur viel Zeit und ist nur bei Mehrkammerausfaulgruben mit einem Räumungsintervall von zwei Jahren gewährleistet. In Mehrkammerabsetzgruben mit dem in der DIN 4261 empfohlenen Räumungsintervall von einem Jahr wird der Schlamm nur unzureichend stabilisiert, sondern im wesentlichen nur gespeichert.