Elektrolyse

(electrolysis) Die Aufspaltung einer chemischen Verbindung unter der Einwirkung des elektrischen Stroms. Es findet eine Umwandlung von elektrischer Energie in chemische Energie im wässrigen Medium statt. Einfach ausgedrückt ist es die Zersetzung einer Lösung durch elektrischen Strom. Dabei "wandern" durch den angelegten Strom positiv geladene Teilchen (z.B. Metallionen) zur Kathode und negativ geladene (z.B. Säurereste) an die Anode.

Die Elektrolyse wird in zahlreichen wissenschaftlichen und Technischen Anwendungen verwendet, so z.B. bei der Chloralkali-Elektrolyse, der Herstellung und Reinigung von Metallen durch Schmelzelektrolyse, der Herstellung von Wasserstoffperoxid und besonderen Fällen der Abwasserreinigung.

Im Rahmen der Abwasserreinigung können mittels Elektrolyse Schwermetalle aus dem Abwasser-Schlammgemisch abgetrennt und zurückgewonnen werden werden. Wenn die Rückgewinnung des Wertstoffs kombiniert mit der Abwasserreinigung angestrebt wird, liegt ein nachhaltiges Verfahren vor, wie es bei der Elektrolyse in der Galvanikindustrie oft der Fall ist. Neben der Zementation gilt die Elektrolysemethode als einziges Metallrückgewinnungs- bzw. Anreicherungsverfahren, bei dem als Endprodukt Metall in fester und vergleichsweise reiner Form gewonnen werden kann.

Der Begriff Elektrolyse wird auch im Zusammenhang mit der Elektroflotation genannt wobei durch die Elektrolyse von Wasser zu Sauerstoff und Wasserstoff Gasbläschen gebildet werden.

ww