Halbwertszeit

(half life, half period) Grundsätzlich wird unterschieden zwischen: 

  • physikalischer Halbwertzeit und 
  • biologischer Halbwertzeit.

 

Die physikalische Halbwertzeit ist die Zeit, in der die Strahlungsintensität einer radioaktiven Substanz (Radioaktivität) auf die Hälfte abgeklungen ist. 

Die biologische Halbwertzeit ist die Zeitspanne, nach deren Ablauf ein Organismus die Hälfte einer ihm zugeführten Substanz (Inkorporation) durch Stoffwechselvorgänge ausgeschieden hat. Wird einem Organismus eine radioaktive Substanz zugeführt, so nimmt die Anzahl der radioaktiven Atome dieser Substanz einerseits durch den radioaktiven Zerfall, andererseits durch die Ausscheidung ab. Die effektive Halbwertzeit berücksichtigt beide Größen und gibt somit die Zeitspanne an, nach der die Gefährdung des Organismus auf die Hälfte gesunken ist. 

Der Begriff wird analog auch auf andere Vorgänge übertragen, z. B. den Abbau von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Bei der biologischen Abwasserreinigung versteht man unter Halbwertzeit diejenige Zeit, nach der die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Menge des betroffenen Stoffes abgebaut oder umgewandelt ist. Bei radioaktiv verseuchten Abwässern kann auch die physikalische Halbwertzeit eine Rolle zu Bewertung des Abwassers spielen.

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