Metabolite

griechisch metá "inmitten, zwischen, hinter, nach".

Metabolite sind Abbauprodukte eines biochemischen Abbaus sowie die Abbauzwischenprodukte. Beim biochemischen Abbau von Abwasser können bei bestimmten Abbauschritten und bestimmten Voraussetzungen die entstehenden Zwischenprodukte giftiger sein als die Ausgangssubstanz. So werden z.B. aus vielen neueren Pestiziden Nitro- und Aminoaromaten bzw. Anilinderivate (Chlortoluron, Metazochlor, Monuron, Metobromuron, Trifluralin u.a.) gebildet, die teilweise unter dem Verdacht stehen, Krebs zu begünstigen. Außerdem können die Abbauprodukte stabiler als die Ausgangssubstanzen sein (dead-end-Produkte) und sich im Reaktor anreichern. Viele Metabolite sind darüber hinaus wasserlöslicher (polarer) als die Ausgangssubstanzen und stellen somit eine größere Gefährdung für Wasser dar. In der Praxis der Abwasserreinigung und -überwachung besteht zudem das Problem, dass viele Abbauschritte und somit Metabolite nicht ausreichend charakterisiert bzw. bekannt sind zumal viele Abbauschritte von gemischten Abwässern extrem komplex sind.