Quenchprozess

(quensh prozess) Die Kühlung von heißen Gasen wird verfahrenstechnisch häufig durch den direkten Kontakt mit einer Kühlflüssigkeit, i.d.R. mit Wasser, durchgeführt. Unter dem Begriff Quenchen wird dabei die schockartige Abkühlung verstanden. Es können Feststoffe, Flüssigkeiten oder Gase gequencht werden. 

Wichtige industrielle Einsatzgebiete für das Gasquenchen sind die u.a. Kühlung der Rauchgase von Kraftwerks- oder Müllverbrennungsanlagen und die Kühlung und das Kondensieren.  

Die Zielstellung der Quenchprozesse kann sehr unterschiedlich sein: Wichtigste Aufgabe ist die oft sehr schnelle Abkühlung, wie sie zum Beispiel bei der Kühlung von Rauchgasen, die Verbindungen des Chlor enthalten, zur Vermeidung der Bildung von Dioxinen notwendig ist. Oft spielt auch die Wasserentfernung, z.B. bei der Entfeuchtung, eine wichtige Rolle. Teilweise soll mit der Quenchung auch eine Entfernung von Staub und von gasförmigen Schadstoffen erreicht werden. 

Quenchprozesse werden i.d.R. in Sprühkolonnen durchgeführt. Dabei wird die Kühlflüssigkeit mit Hilfe von Düsen in einen feinen Tropfenspray, der den gesamten Kolonneninnenraum einnimmt, zerteilt. Die Tropfenoberfläche ist dann die Wärme- und Stoffübertragungsfläche. Sprühkolonnen haben meist keine Einbauten. Sie können deshalb verschmutzende Gase verarbeiten. (Quelle, siehe unten). Bedingt durch den jeweiligen Einsatz können im Quenchprozess sehr unterschiedliche Abwässer anfallen.

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