Regenüberlaufbecken (RÜB)

(storm water overflow tank) Ein Regenüberlaufbecken ist eine spezifische Form eines Regenüberlaufs und somit ein Entlastungsbauwerk für Mischsysteme mit vorgeschaltetem Speichervolumen, bestehend aus Ablauf zur Kläranlage und Überlauf zum Gewässer. Regenüberläufe stellen eine Verbindung von Speicherraum und Überlauf dar. Der während des Regens gespeicherte Beckeninhalt kann zeitversetzt zum Klärwerk weitergeleitet werden. Ist die Beckenkapazität ausgelastet, muss ein Überlauf in den Vorfluter erfolgen. Regenüberlaufbecken werden als

ausgebildet. Ein Regenüberlaufbecken sollte Idealerweise selbst auch eine gewisse mechanische Trennwirkung haben, so dass der Überlauf zumindest reduziert an ungelösten Schmutzpartikeln ist. Größtes Problem dabei ist das große Volumen, welches ein derartiges Becken aufweisen muss, um die genannten Ziele zu realisieren.

Im Zeitraum 1999-2003 wird z.B. in einem u.a. vom BMBF geförderten Projekt der Einsatz von altbewährten Lamellenabscheider in Regenüberlaufbecken zur Reduzierung des Volumens bei gleichen Reinigungsstandards getestet.

Aus Raumspargründen werden Regenüberlaufbecken heutzutage teilweise in geschlossener Bauweise errichten, über dem z.B. Grünanlage und Parkflächen angeordnet werden.

In der DIN 4045 werden Regenüberlaufbecken definiert als "Speicher- und/oder Absetzraum im Mischsystem mit Becken und/oder Klärüberlauf". Siehe auch ATV-Arbeitsblatt A128 und ATV-Arbeitsblatt A166.

In Deutschland sind mehrere tausend Regenüberlaufbecken in Mischwasserkanalisationen im Betrieb.

                    Regenüberlaufbecken, Quelle: ETH Zürich