Biogasanlagen

(biogas plant) Anlagen, die aus Biogas Energie erzeugen.

Die künstliche Biogasproduktion erfolgt in mehreren Stufen in einem geheizten Reaktor (im Durchschnitt bei 30-35 °C) unter Luftabschluss (anaerob). In den ersten Phasen der Hydrolyse und Versäuerung werden organische Verbindungen von Enzymen in wasserlösliche organische Produkte umgewandelt und in der Folge werden Säuren und Alkohole gebildet. In der nächsten Stufe, der sogenannten acetogenen Phase werden diese Stoffe zu Essigsäure, Wasserstoff und Kohlendioxid abgebaut, die dann in der letzten Stufe mit Wasserstoff zu Biogas umgesetzt werden.

Nach der Art der Biogaszufuhr wird zwischen Wechselbehälter-, Speicher- und Durchflussanlagen unterschieden.

Im landwirtschaftlichen Bereich haben sich bestimmte Standardtypen bewährt, wie z.B. der liegende Stahltankfermenter mit Rührwerk. Ein andere oftmals gebauter Typ beruht auf der Nutzung einer bereits vorhandenen Güllegrube. Die entscheidende Komponente der Biogasanlage liegt unter der Erde und ist von außen nicht sichtbar. Mehr als 2/3 der landwirtschaftlichen Biogasanlagen arbeiten mit Rindergülle, der Rest überwiegend mit Schweinegülle, nur wenige Anlagen sind bisher für Hühnergülle gebaut worden.

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