SBV-Wert

(acid-neutralizing capacities) Wasserhärte (Karbonathärte), Alkalinität und Säurebindungsvermögen (SBV) sind Synonyme, die aus unterschiedlichen disziplinen stammend durch Verwendung unterschiedlicher Einheiten, unterschiedliche Aspekte ausdrücken.

Der SBV-Wert ist das Säure-Bindungs-Vermögen in einem Gewässer und gibt Aufschluss über die Gewässerfruchtbarkeit.

Abhängig vom Gehalt an Kalk und Kohlendioxid im Wasser kommt es durch chemische Reaktionen zur unterschiedlich starken Bildung von Kalziumcarbonat als Kohlensäurespeicher, welches u.a. für die Photosynthese benötigt wird. Jedes Gewässer hat, abhängig vom Kalziumbikarbonatgehalt, ein bestimmtes Säure-Bindungs-Vermögen. Dieses wir ausgedrückt durch den sogenannten SBV-Werk. 

Gewässer gelten als:

  • wenig fruchtbar bei SBV-Wert unter 0,5
  • normal fruchtbar bei SBV-Wert um 1,0
  • sehr fruchtbar bei SBV-Wert über 1,5

Gewässer mit niedrigem SBV-Wert sind kalkarm. Durch Kalkzugabe kann u.U. die Fruchtbarkalt im Gewässer gesteigert werden. Der Kalkgehalt im Wasser ist u.a. davon abhängig, welches Gestein sich im Untergrund befindet. 

Das Säurebindungsvermögen wird angegeben durch die Menge (in ml) einer 0,1 mmol/l Salzsäure, die verbraucht wird um 100 ml Wasser bis zum pH-Wert 4,3 zu titrieren. Das SBV wird daher in mmol/l, meq/l (Millimoläquivalent pro l) oder mg CaCO3/l angegeben. 

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