Verdampfer

(evaporator) Verdampfer sind thermische Trennapparate zur Trennung von Komponenten aus einem Flüssigkeitsgemisch mittels Verdampfung. Als Verdampfung wird der Übergang einer Flüssigkeit vom flüssigen in den gas- bzw. dampfförmigen Zustand bezeichnet. 

Die Trennung kann dadurch erfolgen, dass die zu trennende Komponente verdampft und durch Kondensation zurück gewonnen wird (z.B. in einem Vakuumverdampfer) oder aber dadurch, dass ein gelöster Stoff durch die Verdampfung des Lösemittels gewonnen werden soll (siehe auch Kristallisation). 

In der Regel werden zwei Grundprinzipien des Verdampfens unterschieden, die Oberflächenverdampfung und die Entspannungsverdampfung:

  • In Oberflächenverdampfern sind Heizraum und verdampfende Flüssigkeit durch eine Wand getrennt, durch die die erforderliche Verdampfungswärme übertragen wird. Die Heizseite kann dabei ein Brennraum sein (z. B. Kraftwerkskessel) oder der Raum eines Wärmetauschers, in dem ein Wärmeträgermedium strömt.  
  • Im Gegensatz dazu wird bei der Entspannungsverdampfung (Flash-Verdampfung) ein flüssiger Strom auf einen niedrigeren Druck gedrosselt. Dabei verdampft ein Teil der Flüssigkeit, die sich dabei abkühlt. 

Je nach Anforderungen und bestehenden Bedingungen können diese Prozesse bei Umgebungsdruck, bei höheren Drücken oder auch im Vakuum (Vakuumverdampfer) erfolgen.

Der Gefahr der Ablagerung von Feststoffen auf den Heizflächen wird je nach Apparat mit unterschiedlichen Methoden entgegen getreten.

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