Wasserverbrauch

(water consumption) Im gewerblichen Sinn der bei der Nutzung verbrauchte Anteil des Wassers, der nicht als Kühlwasser oder Abwasser abgeleitet wird, der also im Produkt verbleibt, verdunstet oder auf anderem Weg das Leitungssystem verlässt.

In einer umfassenderen Definition des Begriffes werden neben dem gewerblichen oder kommunalen Verbrauch auch die Menge des durch Pflanzen aufgenommenen und entweder transpirierten oder direkt zum Aufbau des Pflanzengewebes verbrauchten Oberflächen- und Grundwassers sowie das von der Anbaufläche verdunstete Wasser in Volumeneinheiten pro Flächeneinheit berücksichtigt. 

Wasserverbrauch in Deutschland

   
   

Jährlich können in Deutschland ca. 182 Milliarden Kubikmeter Wasser genutzt werden. Tatsächlich verwenden Industrie, Landwirtschaft, Kraftwerke und öffentliche Wasserversorgung hiervon jedoch nur 47,1 Milliarden Kubikmeter, also 24 Prozent.

In Deutschland gibt es (noch) keinen Wassermangel. Dennoch gibt es regionale Unterschiede bei der natürlichen Ressourcenmenge. Hinzu kommt, dass nicht jedes Wasser aufgrund der natürlichen Bedingungen vor Ort (z.B. Karstgebiete) unter vertretbaren Bedingungen gewonnen werden kann.

In manchen Gebieten wird als Folge der Industrialisierung und hoher Siedlungsdichte mehr Wasser benötigt, als natürlich vorhanden ist. Auch in diesen Gebieten gilt es, den Verbrauchern kostengünstig Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Die öffentliche Trinkwasserversorgung stellt dies durch Regional- und Fernversorgungsleitungen sicher.

Neben den jahreszeitlichen Schwankungen im Wasserverbrauch gibt es auch durchaus extreme Spitzen innerhalb nur weniger Stunden, die über 300% Abweichungen bedeuten können, wie am folgenden Beispiel dargelegt:

Spitzenwasserverbrauch während der Fernsehübertragung eines spannenden Fußballspiels

Quelle: Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW)

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