Wasser-Wissen



Glührückstand

(residue on ignition) Beim Glührückstand eines Abwassers wird die Masse (Gewicht) des Rückstands nach dem Ausglühen (in einem Ofen) bestimmt, wobei vor allem die organischen Inhaltsstoffe "verbrannt" werden, so dass i.d.R. nur der mineralische Rest übrig bleiben. Dagegen werden beim Abdampfrückstand auch organische Bestandteile erfasst. Wird die Verbrennung mit einer Zeitfunktion auf einer exakten Waage durchgeführt, handelt es sich um eine thermogravimetrische Analyse

Den getrockneten Rückstand einer Trockenmassebestimmung kann anschließend bei 450°C - 550°C verglüht werden, um den Glührückstand zu bestimmen. Ein hoher Glührückstand deutet auf einen hohen Anteil an mineralischem Inhaltsstoffen im Belebtschlamm hin, während ein geringer Anteil auf einen hohen Biomasseanteil hindeutet. Der Anteil der Verbrennung, der Verdampft, wird Glühverlust genannt. Glührückstand und Glühverlust bilden die Ausgangsmenge des zu untersuchenden Materials, wenn zusätzliche Verluste ausgeschlossen werden können.

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