Benzol, C6H6

(benzene)

Stoffsystem

Klare, farblose und leicht bewegliche Flüssigkeit, die leicht entzündlich ist. 

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  farblos transparent Schmelzpunkt 5,5 °C
Geruch Siedepunkt 80,15 °C
Molmasse 78,11  g/mol Dichte  ( °C)  0,879 g/cm3
Zustand bei 20 °C flüssig Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar) 0,008 ml/l

Herstellung und Anwendung

Benzol entsteht u.a. bei der Destillation von Steinkohle und von Erdöl. Bei der Weiterverarbeitung des Erdöls fällt Benzol beim Cracken (Pyrolyse) von Benzin an.

Benzole werden eingesetzt in Kraftstoffen als Beimischung zur Erhöhung der Klopffestigkeit, als Ausgangsstoff für viele organische Verbindungen und Aromaten.

In vielen Bereichen ist die Verwendung von Benzol wegen seiner Toxizität verboten.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Benzoldämpfe wirken beim Einatmen sehr toxisch und gelten zudem als cancerogen. Die Symptome äußern sich in Schwindel, Erbrechen und Bewusstlosigkeit. Die Flüssigkeit kann auch über die Haut aufgenommen werden und verursacht auf diesem Weg schwere Vergiftungen. Bei einem Benzolgehalt von 2 Vol.-% in der Atemluft tritt der Tod nach 5-10 Minuten ein. Chronische Vergiftungen bei Aufnahme von kleineren Mengen über einen längeren Zeitraum führen zu einer Schädigung des Knochenmarks, der Leber und der Nieren.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Grenzwerte für Benzole im Abwasser werden z.B. in der Abwasserverordnung aber auch in der Klärschlammverordnung festgelegt. Im Abwasser, das Benzol und Derivate enthält, ist ein Wert von 10 mg/l in der Stichprobe einzuhalten. 

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