chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW)

(chlorinated hydrocarbons) Sammelbezeichnung für organische Verbindungen, die mindestens ein direkt an einem Kohlenstoffatom gebundenes Chloratom enthalten. CKW sind in vielen Produkten zu finden, wie z.B. Lösemittel, Kühlflüssigkeiten, Hydraulikflüssigkeiten und Pestizide. CKW werden je nach Struktur und Chlorierungsgrad (Anzahl der Chloratome pro Kohlenstoffatom) durch Mikroorganismen praktisch nicht oder nur mit einer sehr geringen Abbaugeschwindigkeit abgebaut und haben somit eine hohe Persistenz. Sie können sich in Fettgeweben von Tieren und Menschen anreichern. 

Unterschiedliche CKW unterscheiden sich erheblich in ihrer Wirkung auf die Umwelt; manche haben ein große Wirkung als Gifte, bei einigen wurde eine cancerogene Wirkung festgestellt. An verschiedenen Orten der Bundesrepublik Deutschland gelangten CKW durch z.B. unsachgemäße Lagerung von Lösemitteln und undichte Abwasserleitungen sowie Unfälle ins Grundwasser. Es wurden stellenweise Konzentrationen gemessen, die über den vom Bundesgesundheitsamt empfohlenen Höchstkonzentrationen für CKW im Trinkwasser lagen. Die Einleitung von CKW ist nach dem Abwasserabgabengesetz abgabepflichtig.

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