Phenole

(phenols)

Stoffsystem

Chemische Gruppenbezeichnung für aromatische Hydroxy-Verbindungen des Benzols. Phenole (Carbolsäuren) werden vor allem aus Steinkohlenteer gewonnen. Phenole sind u.a. auch im pflanzlichen, tierischen und menschlichen Körper enthalten. 

Herstellung und Anwendung

Phenol fällt als Nebenprodukt in Kokereien und Braunkohleschwelereien an.  In der Industrie sind sie vorrangig im Altöl, in Farben und Lacken, in Gießereien, in der Holzverarbeitung, in der Kunststoffherstellung und in Pestiziden zu finden. Typische Beispiele sind Nitrophenole, Chlorphenole und PCP.  Industrielle Verwendung findet das PCP u.a. in der Papierindustrie und in Pestiziden. Chlorphenol entsteht z.B. als Zwischenprodukt bei der Arzneimittelherstellung.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Phenol gilt als luftverunreinigender Stoff und wirkt cancerogen auf die Haut und die Atemorgane. Die biologische Abbaubarkeit vieler Phenole ist sehr schlecht.  PCP wirkt auf Mikroorganismen, Pflanzen, Insekten, Weichtiere und Fisch stark toxisch.

Phenole sind stark gewässerschädigend und beeinträchtigen schon in geringen Konzentrationen den Geschmack von Wasser und Fischen. Phenole müssen deshalb aus dem Abwasser sehr weitgehend entfernt werden.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Phenole lassen sich in großen Mengen u.a. in den Abwässern von Kokereien, Gasanstalten und Teerdestillations- und Holzkohleanlagen, Textilverarbeitungsanlagen, Raffinerien und der Pharmaindustrie nachweisen.

Aufgrund der schlechten biologischen Abbaubarkeit werden i.d.R. andere Verfahren je nach sonstiger Zusammensetzung des Abwasser bevorzugt, wie u.A. oxidative Verfahren oder Membranverfahren.

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